UGREEN NAS DXP vs. DH: Welche NAS-Serie lohnt sich für wen?

Apr. 24, 2026 | UGREEN | 0 Kommentare

Ein eigenes NAS ist heute längst nicht mehr nur etwas für Technik-Fans. Wer Fotos, Dokumente, Backups, Videos oder wichtige Geschäftsdaten sicher speichern möchte, merkt schnell: Externe Festplatten und verstreute Cloud-Dienste sind auf Dauer unübersichtlich. Genau hier setzt ein Netzwerkspeicher an. Er bringt Ordnung in deine Daten, schützt vor Datenverlust und kann je nach Modell sogar als kleiner Server für dein Zuhause oder Büro dienen.

Mit der UGREEN NASync Serie ist ein spannender Anbieter in den NAS-Markt eingestiegen. Besonders interessant sind dabei zwei Produktlinien: die UGREEN DXP-Serie und die UGREEN DH-Serie. Beide richten sich an Nutzer, die ihre Daten zentral speichern möchten. Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich bei Leistung, Erweiterbarkeit, Netzwerkgeschwindigkeit und Einsatzbereich.

Die wichtigste Frage lautet daher: Reicht dir ein günstiges UGREEN DH NAS für Backups und Fotos oder lohnt sich direkt der Griff zur stärkeren UGREEN DXP-Serie für HomeLab, Docker und Smart Office?

In diesem Artikel schauen wir uns die Unterschiede verständlich an und zeigen dir, welche UGREEN NAS-Serie für welchen Einsatzzweck sinnvoll ist.


Was ist die UGREEN NASync DXP-Serie?

Die UGREEN NASync DXP-Serie ist die leistungsstärkere NAS-Linie von UGREEN. Sie richtet sich an Nutzer, die mehr möchten als nur Dateien speichern. Die DXP-Modelle setzen je nach Gerät auf Intel-x86-Prozessoren, erweiterbaren DDR5-Arbeitsspeicher, M.2-NVMe-Steckplätze und teilweise schnelle Netzwerkanschlüsse mit 10GbE.

Ein gutes Beispiel ist das UGREEN NASync DXP2800. Es ist ein 2-Bay-NAS mit Intel N100 Prozessor, 8 GB DDR5 RAM, Erweiterbarkeit auf bis zu 16 GB RAM, zwei M.2-SSD-Steckplätzen und 2,5GbE-LAN. Damit eignet es sich bereits deutlich besser für Docker, kleinere Apps und HomeLab-Anwendungen als ein klassisches Einsteiger-NAS.

Noch stärker ist das UGREEN NASync DXP4800 Plus. Dieses Modell bietet vier SATA-Schächte, einen Intel Pentium Gold 8505 Prozessor, 8 GB DDR5 RAM, eine integrierte 128-GB-SSD, zwei M.2-NVMe-Steckplätze sowie 2,5GbE und 10GbE Netzwerkanschlüsse. Damit ist es besonders spannend für Nutzer, die große Datenmengen bewegen, mehrere Dienste gleichzeitig betreiben oder ein kleines Smart Office aufbauen möchten.

Kurz gesagt: Die DXP-Serie ist die bessere Wahl, wenn dein NAS nicht nur Speicher, sondern auch Server, App-Plattform und HomeLab-Zentrale sein soll.

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Was ist die UGREEN NASync DH-Serie?

Die UGREEN NASync DH-Serie ist die einsteigerfreundlichere und preisbewusstere NAS-Serie. Sie richtet sich an Nutzer, die vor allem eine einfache, zentrale und zuverlässige Speicherlösung suchen.

Das UGREEN NASync DH2300 ist ein 2-Bay-NAS mit Rockchip ARM-Prozessor, 4 GB LPDDR4X RAM, 32 GB eMMC-Systemspeicher, zwei SATA-Schächten und 1GbE-LAN. Damit eignet es sich vor allem für Backups, private Cloud-Funktionen, Fotos, Dokumente und einfache Medienablage.

Das UGREEN NASync DH4300 Plus ist etwas größer und bietet vier SATA-Schächte, einen Rockchip ARM-Prozessor mit acht Kernen, 8 GB nicht erweiterbaren LPDDR4X RAM, 32 GB eMMC-Systemspeicher, 2,5GbE-LAN und Unterstützung für RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 6 und RAID 10. Damit ist es für Familien, kleine Büros und einfache Datensicherung deutlich flexibler als ein reines 2-Bay-Gerät.

Kurz gesagt: Die DH-Serie ist ideal, wenn du ein einfaches NAS für Backups, Fotos, Dokumente und private Cloud-Funktionen suchst, aber kein großes HomeLab betreiben möchtest.

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Direkter Vergleich: UGREEN DXP vs. DH

BereichUGREEN DXP-SerieUGREEN DH-Serie
ZielgruppeHomeLab, Docker, Power-User, Smart OfficeEinsteiger, Familien, einfache NAS-Nutzung
ProzessorIntel x86, z. B. N100 oder Pentium Gold 8505ARM/Rockchip
ArbeitsspeicherJe nach Modell DDR5, teilweise erweiterbarLPDDR4X, meist nicht erweiterbar
Netzwerk2,5GbE, bei stärkeren Modellen auch 10GbE1GbE oder 2,5GbE je nach Modell
M.2 NVMeBei vielen DXP-Modellen vorhandenIn der Regel nicht vorhanden
Docker / AppsDeutlich besser geeignetEher eingeschränkt bzw. für einfache Nutzung
VirtualisierungJe nach Modell deutlich interessanterNicht der Fokus
PreisniveauHöher, aber leistungsstärkerGünstiger Einstieg
ZukunftssicherheitHochGut für Basisaufgaben
EmpfehlungFür ambitionierte NutzerFür einfache Speicher- und Backup-Aufgaben

Die wichtigsten Unterschiede im Detail

1. Prozessor: Intel x86 gegen ARM

Der größte Unterschied liegt in der Plattform. Die DXP-Serie setzt bei vielen Modellen auf Intel-x86-Prozessoren. Das ist besonders wichtig, wenn du dein NAS für mehr als nur Dateiablage nutzen möchtest.

Eine x86-Plattform bietet meist bessere Kompatibilität bei:

  • Docker-Containern
  • Medienservern wie Plex oder Jellyfin
  • Paperless-ngx
  • Nextcloud
  • Immich
  • Datenbanken
  • Entwicklertools
  • kleineren Serverdiensten

Die DH-Serie setzt dagegen auf ARM-Prozessoren. Das ist für klassische NAS-Aufgaben völlig in Ordnung, kann aber bei speziellen Anwendungen schneller an Grenzen kommen. Für Backups, Fotos, Familienfreigaben und private Cloud-Funktionen reicht das meistens aus. Für ein ernsthaftes HomeLab ist die DXP-Serie aber klar im Vorteil.

2. Arbeitsspeicher: Erweiterbarkeit macht den Unterschied

RAM ist bei einem NAS wichtiger, als viele Einsteiger zunächst denken. Wer nur Dateien speichert, braucht nicht viel Arbeitsspeicher. Sobald aber Apps, Docker-Container, Datenbanken oder mehrere Nutzer ins Spiel kommen, wird RAM schnell entscheidend.

Die DXP-Serie bietet hier mehr Reserven. Beim DXP2800 sind 8 GB DDR5 RAM verbaut und eine Erweiterung auf bis zu 16 GB möglich. Beim DXP4800 Plus kommen ebenfalls 8 GB DDR5 zum Einsatz.

Die DH-Serie ist dagegen stärker begrenzt. Das DH2300 arbeitet mit 4 GB LPDDR4X RAM, das DH4300 Plus mit 8 GB LPDDR4X, wobei dieser beim DH4300 Plus nicht erweiterbar ist.

Für einfache Backups ist das kein Problem. Für ein wachsendes HomeLab, Docker-Projekte oder mehrere Dienste gleichzeitig ist erweiterbarer RAM aber ein echter Vorteil.

3. Netzwerk: 1GbE, 2,5GbE oder 10GbE?

Auch die Netzwerkgeschwindigkeit spielt eine große Rolle. Ein NAS hängt im Alltag oft direkt im Heimnetz oder Büro-Netzwerk. Je schneller die Verbindung, desto angenehmer werden große Backups, Fotoarchive, Videoschnitt oder parallele Zugriffe mehrerer Nutzer.

Die DH-Serie ist hier eher auf den Einstieg ausgelegt. Das DH2300 bietet 1GbE-LAN, das DH4300 Plus immerhin 2,5GbE.

Die DXP-Serie ist stärker auf Leistung ausgelegt. Das DXP2800 bietet 2,5GbE, das DXP4800 Plus kombiniert 2,5GbE mit 10GbE.

Für normale Backups reicht 1GbE oder 2,5GbE häufig aus. Wer aber große Datenmengen verschiebt, mit Fotos oder Videos arbeitet oder mehrere Geräte gleichzeitig sichern möchte, profitiert deutlich von 2,5GbE oder 10GbE.

4. NVMe-SSDs: Mehr Tempo für Apps und Datenbanken

Ein weiterer wichtiger Unterschied sind die M.2-NVMe-Steckplätze. Viele DXP-Modelle bieten Platz für schnelle SSDs. Das kann für SSD-Cache, App-Daten, Docker-Volumes oder Datenbanken interessant sein.

Das DXP2800 bietet zwei M.2-SSD-Steckplätze, ebenso das DXP4800 Plus.

Die DH-Modelle sind dagegen stärker auf klassische Festplattennutzung ausgelegt. Für reine Dateiablage ist das völlig ausreichend. Wer aber Apps wie Paperless-ngx, Immich oder Nextcloud flüssig betreiben möchte, profitiert von schnellen SSDs enorm.

5. Docker, HomeLab und Smart Office

Hier trennt sich die Zielgruppe besonders deutlich.


Die UGREEN DXP-Serie eignet sich besser für:

  • Docker-Container
  • Home Assistant Backups
  • Paperless-ngx
  • Immich
  • Nextcloud
  • Medienserver
  • kleinere Datenbanken
  • Entwickler- und Testumgebungen
  • Smart-Office-Automatisierung
  • zentrale Arbeitsdaten mehrerer Nutzer

Die UGREEN DH-Serie eignet sich besser für:

  • private Datensicherung
  • Familienfotos
  • Smartphone-Backups
  • Dokumentenablage
  • einfache Medienbibliothek
  • zentrale Dateiablage
  • private Cloud ohne große Zusatzdienste

Das bedeutet nicht, dass die DH-Serie schlecht ist. Sie ist nur anders gedacht. Sie ist die einfache, günstige und solide Lösung für Speicher und Backup. Die DXP-Serie ist dagegen die bessere Wahl, wenn du dein NAS als kleinen Server nutzen möchtest.


Entscheidungshilfe: Welche UGREEN NAS-Serie passt zu dir?

Dein ZielEmpfehlung
Ich möchte nur Fotos, Dokumente und Backups speichernDH-Serie
Ich suche ein günstiges Familien-NASDH2300 oder DH4300 Plus
Ich möchte vier Festplatten und RAID 5 nutzenDH4300 Plus oder DXP4800 Plus
Ich möchte Docker nutzenDXP-Serie
Ich möchte Paperless-ngx betreibenDXP2800 oder besser DXP4800 Plus
Ich möchte Immich oder Nextcloud nutzenDXP-Serie
Ich arbeite mit großen Foto- oder VideodateienDXP4800 Plus oder größer
Ich möchte 10GbE nutzenDXP4800 Plus oder stärker
Ich möchte ein kleines Smart Office aufbauenDXP4800 Plus
Ich möchte möglichst günstig startenDH2300
Ich möchte langfristig Reserven habenDXP-Serie

Für wen lohnt sich die UGREEN DH-Serie?

Die UGREEN DH-Serie lohnt sich für alle, die ein einfaches und bezahlbares NAS suchen. Besonders spannend ist sie für Einsteiger, die bisher mit externen Festplatten, USB-Sticks oder Cloud-Speichern gearbeitet haben und ihre Daten endlich zentral organisieren möchten.

Die DH-Serie passt gut, wenn du:

  • deine Fotos zentral speichern möchtest
  • Backups von PC, Mac oder Smartphone machen willst
  • deine Dokumente an einem Ort sammeln möchtest
  • ein Familien-NAS einrichten möchtest
  • keine komplexen Docker-Setups planst
  • möglichst günstig starten möchtest
  • eine einfache Lösung ohne viel Technik-Aufwand suchst

Gerade das DH2300 ist ein typisches Einstiegsmodell. Es reicht für viele private Haushalte völlig aus, wenn es vor allem um Datensicherung und Dateiablage geht. Das DH4300 Plus ist interessanter, wenn du mehr Festplatteneinschübe möchtest und mit RAID 5 oder RAID 6 mehr Flexibilität suchst.

Die DH-Serie ist also keine schlechte Wahl. Sie ist nur nicht die beste Wahl für Nutzer, die später viele Apps, Container oder Serverdienste betreiben möchten.

Für wen lohnt sich die UGREEN DXP-Serie?

Die UGREEN DXP-Serie lohnt sich für Nutzer, die mehr wollen. Wenn du bereits weißt, dass du dein NAS nicht nur als Speicher, sondern als kleine Serverplattform nutzen möchtest, solltest du direkt zur DXP-Serie greifen.

Die DXP-Serie passt gut, wenn du:

  • Docker nutzen möchtest
  • Paperless-ngx für dein papierloses Büro betreiben willst
  • Immich als private Fotoverwaltung testen möchtest
  • Nextcloud als eigene Cloud einsetzen möchtest
  • Home Assistant Backups zentral sichern willst
  • große Datenmengen bewegst
  • mehrere Nutzer im Haushalt oder Büro hast
  • 2,5GbE oder 10GbE sinnvoll nutzen möchtest
  • langfristig mehr Reserven haben willst

Besonders das DXP4800 Plus ist für HomeLab und Smart Office interessant. Vier Laufwerksschächte, Intel-Prozessor, 10GbE, DDR5-RAM und NVMe-Steckplätze ergeben ein sehr rundes Gesamtpaket für anspruchsvollere Nutzer.

Wenn du also heute schon weißt, dass du mit Docker, Automatisierung, Medienverwaltung oder Büro-Workflows experimentieren möchtest, ist die DXP-Serie meist die bessere Investition.


Modell-Empfehlungen nach Nutzerprofil

Für Einsteiger: UGREEN NASync DH2300

Das DH2300 eignet sich für Nutzer, die einen günstigen Einstieg in die NAS-Welt suchen. Es ist sinnvoll, wenn du vor allem Backups, Fotos, Dokumente und einfache Freigaben nutzen möchtest.

Geeignet für:

  • Einsteiger
  • kleine Haushalte
  • einfache Backups
  • private Cloud
  • Dokumentenablage
  • günstiger NAS-Start

Weniger geeignet für:

  • größere Docker-Projekte
  • anspruchsvolle Apps
  • viele parallele Nutzer
  • 10GbE-Workflows
  • umfangreiche HomeLab-Setups

Für Familien und einfache Büros: UGREEN NASync DH4300 Plus

Das DH4300 Plus ist spannender, wenn du mehr Speicherplätze brauchst. Vier Festplattenschächte bieten mehr Möglichkeiten bei RAID und Speichererweiterung. Durch 2,5GbE ist es im Alltag deutlich moderner als ein reines 1GbE-NAS.

Geeignet für:

  • Familien
  • kleine Büros
  • zentrale Dateiablage
  • Foto- und Videobibliotheken
  • Backups mehrerer Geräte
  • Nutzer, die mehr Speicherplatz planen

Weniger geeignet für:

  • Power-User mit Docker-Fokus
  • komplexe App-Landschaften
  • Nutzer, die erweiterbaren RAM oder NVMe benötigen

Für ambitionierte Privatanwender: UGREEN NASync DXP2800

Das DXP2800 ist ein sehr interessanter Einstieg in die leistungsfähigere DXP-Welt. Durch Intel N100, DDR5-RAM, M.2-Steckplätze und 2,5GbE bietet es deutlich mehr Möglichkeiten als ein einfaches ARM-NAS.

Geeignet für:

  • HomeLab-Einsteiger
  • Docker-Nutzer
  • Paperless-ngx
  • kleinere Nextcloud-Setups
  • private Fotoverwaltung
  • Nutzer mit mehr Leistungsbedarf

Weniger geeignet für:

  • sehr große Datenarchive
  • mehrere Festplatten im RAID 5
  • 10GbE-Workflows
  • größere Teams

Für HomeLab und Smart Office: UGREEN NASync DXP4800 Plus

Das DXP4800 Plus ist wahrscheinlich für viele ambitionierte Nutzer der spannendste Sweet Spot. Es bietet vier Laufwerksschächte, Intel Pentium Gold 8505, DDR5-RAM, 10GbE, 2,5GbE und zwei M.2-NVMe-Steckplätze. Damit eignet es sich sehr gut für ein modernes HomeLab oder ein kleines Smart Office.

Geeignet für:

  • Docker
  • Paperless-ngx
  • Immich
  • Nextcloud
  • Medienserver
  • große Backups
  • mehrere Nutzer
  • Smart Office
  • kleine Teams
  • Nutzer mit langfristigem Anspruch

Wenn du dein NAS nicht nur als Speicher, sondern als zentrale digitale Infrastruktur nutzen möchtest, ist das DXP4800 Plus eine sehr starke Wahl.


Praxisbeispiele: Welche Serie passt zu welchem Einsatz?

Beispiel 1: Familien-NAS für Fotos und Backups

Du möchtest Fotos vom Smartphone sichern, Dokumente zentral speichern und vielleicht ein paar Ordner mit der Familie teilen? Dann reicht die DH-Serie in vielen Fällen aus.

Empfehlung:

  • günstig: DH2300
  • flexibler: DH4300 Plus

Beispiel 2: Papierloses Büro mit Paperless-ngx

Wenn du dein Büro digitalisieren möchtest, ist ein NAS eine hervorragende Basis. Rechnungen, Verträge, Versicherungen und wichtige Unterlagen können zentral gespeichert und mit Paperless-ngx durchsucht werden.

Hier würde ich eher zur DXP-Serie greifen. Paperless-ngx profitiert von besserer CPU-Leistung, mehr RAM und schnellen SSDs.

Empfehlung:

  • Einstieg: DXP2800
  • komfortabler: DXP4800 Plus

Beispiel 3: Fotoverwaltung mit Immich

Immich ist eine spannende Alternative zu klassischen Cloud-Fotodiensten. Allerdings benötigt eine gute Fotoverwaltung Rechenleistung, Speicherplatz und eine saubere Datenstruktur.

Für Immich ist die DXP-Serie klar attraktiver. Gerade wenn viele Fotos, Videos und mehrere Nutzer hinzukommen, sind Intel-CPU, mehr RAM und NVMe-Optionen sehr hilfreich.

Empfehlung:

  • kleine Sammlung: DXP2800
  • größere Fotoarchive: DXP4800 Plus oder größer

Beispiel 4: Reines Backup-NAS

Wenn du nur Backups von Mac, Windows-PC, Smartphone oder externen Daten machen möchtest, brauchst du nicht zwingend ein starkes DXP-Modell.

Empfehlung:

  • einfache Backups: DH2300
  • mehr Speicher und RAID-Optionen: DH4300 Plus

Beispiel 5: Smart Office mit mehreren Nutzern

In einem kleinen Büro oder Home Office sieht die Sache anders aus. Wenn mehrere Nutzer auf Dateien zugreifen, Backups laufen, Dokumente gespeichert werden und vielleicht noch Apps wie Paperless-ngx oder Nextcloud hinzukommen, lohnt sich mehr Leistung.

Empfehlung:

  • DXP4800 Plus
  • bei sehr viel Speicherbedarf: größere DXP-Modelle

Beispiel 6: HomeLab mit Docker und Automatisierung

Wenn du dein NAS als HomeLab-Zentrale nutzen möchtest, ist die Entscheidung recht einfach: Nimm die DXP-Serie. Die Kombination aus Intel-x86-Plattform, mehr RAM, NVMe und besserem Netzwerk macht hier den entscheidenden Unterschied.

Empfehlung:

  • Einstieg: DXP2800
  • deutlich flexibler: DXP4800 Plus

Was du vor dem Kauf beachten solltest

Bevor du dich für ein UGREEN NAS entscheidest, solltest du dir ein paar Fragen stellen.

Reichen 2 Bays oder brauchst du 4 Bays?
Ein 2-Bay-NAS ist günstiger und reicht für viele Einsteiger aus. Ein 4-Bay-NAS bietet aber deutlich mehr Flexibilität. Besonders RAID 5 wird erst mit mindestens drei Laufwerken interessant.
Wenn du langfristig planst, ist ein 4-Bay-NAS oft die bessere Wahl.
Willst du nur speichern oder auch Apps betreiben?
Das ist die wichtigste Frage.
Nur speichern und sichern? Dann reicht oft DH.
Apps, Docker, Paperless, Immich oder Nextcloud? Dann besser DXP.
Wie wichtig ist Geschwindigkeit?
Für normale Dokumente und Fotos reicht 1GbE oft noch aus. Bei großen Dateien, vielen Nutzern oder häufiger Arbeit direkt vom NAS sind 2,5GbE oder 10GbE aber deutlich angenehmer.
Wichtig: Dein Router, Switch und dein Computer müssen die Geschwindigkeit ebenfalls unterstützen.
Denk an ein echtes Backup
Ein RAID schützt dich vor dem Ausfall einer Festplatte. Es schützt dich aber nicht vor versehentlichem Löschen, Diebstahl, Feuer, Verschlüsselungstrojanern oder defekten Dateien.
Deshalb gilt:
RAID ersetzt kein Backup.
Plane zusätzlich eine Sicherung z.B. auf:
– eine externe Festplatte
– ein zweites NAS
– eine verschlüsselte Cloud
– eine Hetzner Storage Box
-in extern gelagertes Backup-Medium
Gerade bei wichtigen Dokumenten, Familienfotos oder Geschäftsdaten sollte ein Backup-Konzept von Anfang an dazugehören.


UGREEN NAS im Vergleich zu Synology und Selbstbau

UGREEN ist besonders spannend, weil die Hardware oft sehr stark für den Preis ist. Gerade die DXP-Serie bietet viel Leistung, schnelle Netzwerkanschlüsse und moderne Ausstattung.

Synology punktet dagegen weiterhin mit einem sehr ausgereiften Betriebssystem, vielen Apps und einer langen Historie im NAS-Bereich. Wer maximale Software-Reife und einfache Verwaltung sucht, findet bei Synology weiterhin sehr gute Lösungen.

Ein Selbstbau-NAS mit OpenMediaVault, TrueNAS oder Proxmox bietet die größte Freiheit. Dafür brauchst du aber mehr Zeit, mehr technisches Verständnis und musst dich stärker selbst um Wartung, Updates und Fehlerbehebung kümmern.

UGREEN liegt damit zwischen Synology und Selbstbau:

  • einfacher als ein kompletter Selbstbau
  • oft leistungsstärker fürs Geld als klassische NAS-Systeme
  • spannender für HomeLab-Nutzer
  • Software noch jünger als Synology DSM
  • besonders attraktiv, wenn Hardware-Leistung wichtig ist

UGREEN DXP oder DH – welche Serie lohnt sich wirklich?

Die Entscheidung zwischen UGREEN NASync DXP und UGREEN NASync DH hängt vor allem davon ab, was du mit deinem NAS vorhast.

Die DH-Serie lohnt sich, wenn du eine einfache, günstige und zuverlässige NAS-Lösung für Backups, Fotos, Dokumente und private Cloud-Funktionen suchst. Für Einsteiger, Familien und einfache Speicheraufgaben ist sie eine sinnvolle Wahl.

Die DXP-Serie lohnt sich, wenn dein NAS mehr leisten soll. Wenn du Docker, Paperless-ngx, Immich, Nextcloud, Medienserver oder ein kleines Smart Office planst, ist die DXP-Serie klar die bessere Wahl. Sie bietet mehr Leistung, mehr Erweiterbarkeit und deutlich mehr Reserven für die Zukunft.

Meine klare Einschätzung:

  • Für einfache Backups: DH2300 oder DH4300 Plus
  • Für Familien mit mehr Speicherbedarf: DH4300 Plus
  • Für Docker und HomeLab-Einstieg: DXP2800
  • Für Smart Office, Paperless, Immich und langfristige Nutzung: DXP4800 Plus
  • Für Power-User mit viel Speicherbedarf: größere DXP-Modelle

Wenn du dein NAS nur als Speicher siehst, kannst du mit der DH-Serie Geld sparen. Wenn du dein NAS aber als zentrale digitale Plattform für Zuhause, Büro oder HomeLab nutzen möchtest, lohnt sich der Griff zur DXP-Serie sehr wahrscheinlich mehr.

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FAQ: UGREEN NAS DXP vs. DH

Was ist der Unterschied zwischen UGREEN DXP und DH?

Die DXP-Serie ist leistungsstärker und richtet sich an HomeLab-, Docker- und Smart-Office-Nutzer. Die DH-Serie ist günstiger und eher für Backups, Fotos, Dokumente und einfache NAS-Aufgaben gedacht.

Reicht die UGREEN DH-Serie für private Backups?

Ja, für private Backups, Fotos, Dokumente und einfache Dateiablage reicht die DH-Serie in vielen Fällen völlig aus. Wer jedoch Apps oder Docker nutzen möchte, sollte eher zur DXP-Serie greifen.

Ist die UGREEN DXP-Serie für Docker geeignet?

Ja, besonders die Modelle mit Intel-x86-Prozessor sind für Docker deutlich besser geeignet als die ARM-basierten DH-Modelle. Für Paperless-ngx, Immich oder Nextcloud ist die DXP-Serie die bessere Wahl.

Welche UGREEN NAS ist für Paperless-ngx sinnvoll?

Für Paperless-ngx empfiehlt sich mindestens ein DXP2800. Noch komfortabler ist ein DXP4800 Plus, da es mehr Laufwerksschächte, stärkere Hardware und schnellere Netzwerkoptionen bietet.

Welche UGREEN NAS eignet sich für Immich?

Für Immich ist die DXP-Serie empfehlenswert. Fotoverwaltung, Vorschaubilder, Uploads und Datenbankzugriffe profitieren von mehr CPU-Leistung, RAM und SSD-Optionen.

Ist UGREEN NAS eine Alternative zu Synology?

Ja, UGREEN kann eine interessante Alternative zu Synology sein, besonders wenn du viel Hardware-Leistung fürs Geld suchst. Synology ist bei der Software-Reife aber weiterhin sehr stark.

Sollte man ein 2-Bay- oder 4-Bay-NAS kaufen?

Ein 2-Bay-NAS reicht für Einsteiger oft aus. Ein 4-Bay-NAS bietet aber mehr Flexibilität, mehr Speicheroptionen und bessere RAID-Möglichkeiten. Wer langfristig plant, sollte ein 4-Bay-Modell ernsthaft in Betracht ziehen.

Reicht 2,5GbE oder braucht man 10GbE?

Für viele Haushalte reicht 2,5GbE völlig aus. 10GbE lohnt sich vor allem bei großen Foto- und Videodateien, mehreren Nutzern oder wenn du direkt vom NAS arbeiten möchtest.

Kann man ein UGREEN NAS im Smart Office nutzen?

Ja, besonders die DXP-Serie eignet sich gut für ein Smart Office. Sie kann zentrale Dateiablage, Backups, Paperless-ngx, Nextcloud und weitere Dienste übernehmen.

Ist RAID ein Backup?

Nein. RAID schützt nur begrenzt vor dem Ausfall einzelner Festplatten. Ein echtes Backup sollte zusätzlich extern, auf einem zweiten NAS oder in einer verschlüsselten Cloud gespeichert werden.

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Seit 2012 als Blogger unterwegs.

Auf DennisVitt.de schreibe ich über Produktivität und NAS-Systeme.

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