Die drei besten Cookie-Plugins für WordPress im Rahmen der EU-Cookie-Richtlinie (EuGH-Urteil)

Ich habe mir in den vergangenen Wochen einige Cookie-Tools angesehen. Gerade im Bereich der WordPress-Plugins gibt es jede Menge verschiedene Tools. Die meisten der Cookie Tools entsprechend NICHT! Der aktuellen Richtlinie und sind deshalb nicht oder nur bedingt  zu empfehlen.

Ich konnte auf dem gesamten Markt nur 3 Tools ausmachen, welche die Richtlinien umsetzen und man dadurch den Abmahnungen weitestgehend aus dem Weg gehen kann. Eine Garantie für deinen Blog übernehmen die Plugin-Entwickler nicht, dafür ist jeder Webseitenbetreiber selbst verantwortlich.

Wenn du dich tiefer in die Materie einlesen möchtest und was es alles zur EU-Cookie-Richtlinie zu wissen gibt, habe ich dir in diesem Artikel ausführlich zusammen gestellt.


Hier eine kleine Übersicht an Tools, die ich dir im Rahmen der Cookie-Richtlinie empfehlen kann:

  • Cookie Notice for GDPR by dFactorynur unter Vorbehalt zu empfehlen! 
  • Cookiebotfür kleinere Seiten zu empfehlen!
  • WP DSGVO Toolsmeine persönliche Empfehlung
  • Borlabs CookieDIE Empfehlung!

Scrolle weiter runter, um mehr zu den jeweiligen Cookie-Tools zu erfahren

Wie kannst du herausfinden, welche Cookies überhaupt gesetzt werden ?

Hierfür bietet neben deinem Browser in den Entwickler-Einstellungen, auch der Dienst Cookiemetrix.com an. Dieser zeigt dir in einer (leider sehr technischen) Übersicht an, welche Cookies gesetzt werden.
Update: Zur Zeit scheint der Dienst überlastet zu sein, probiere es hier in ein paar Tagen erneut.


Cookie Notice for GDPR By dFactory

Das mit Abstand beliebteste Cookie-Plugin für WordPress ist Cookie Notice for GDPR aus dem Hause dfactory.com. Prinzipiell ein sehr tolles und schlichtes Tool. Ich setze es derzeit noch auf allen Blogs ein, da es neben der reinen Banner-Lösung auch eine echte Opt-In Lösung anbietet. Leider wirkt die Übersicht sehr altbacken und ist auf das notwendigste beschränkt. Das Tool als solches ist kostenlos. Bis wann der Entwickler mal an eine neue Oberfläche denkt, ist noch nicht absehbar. Allerdings bedarf es vielen Einstellungen, bevor es rechtlich sauber einsetzbar ist – es ist also mit Vorsicht zu geniesen!

Download: Cookie Notice for GDPR By dFactory von WordPress.com


 

Cookiebot

Cookiebot geht einen komplett anderen Weg und scannt nach Registrierung auf der Cookiebot-Webseite erstmal deine komplette Webseite nach Cookies. Somit wird schon mal vornherein eine Klassifizierung der Cookies vorgenommen und automatisch einkategorisiert. Somit schon mal ein deutlicher Vorteil gegenüber den anderen Tools, die ich dir gleich vorstelle. Leider ist das Tool an sich datenschutzrechtlich in einer Grauzone, da das Script nicht auf dem eigenen Server, sondern über den Cookiebot-Server ausgeliefert wird.

Cookiebot hat einen sehr großen Vorteil: Es prüft extern in regelmäßigen Abständen auf neue Cookies und es muss keine große Anpassung auf der eigene Seite vorgenommen werden. Die Scripte könnten weiterhin an der alten Stelle verbleiben und müssen nicht händisch ins Cookie Tool verschoben werden. Allerdings ist Cookiebot das mit Abstand teuerste Tool auf dem Markt.

  • Frei: Für kleinere Seiten bis 100 Seiten kostenlos
  • Premium Small: 9 Euro + MwST – für Blogs und Seiten mit weniger als 500 Unterseiten
  • Premium Medium: 21 Euro + MwST – für Blogs und Seiten mit mehr als 500, aber weniger 5.000 Unterseiten
  • Premium Large: 37 Euro + MwST – für Blogs und Seiten mit mehr als 5.000 Seiten

Download und mehr Informationen: Hier geht es zu Cookiebot


 

WP DSGVO Tools

Eine echte Alternative kommt aus Österreich und hört auf den Namen WP DSGVO Tools. Es lässt sich einfach vereinfacht gesagt als Tool bezeichnen, welches sich rund um die DGSVO, ePrivacy und als Cookie Opt-In Manager einsetzen lässt. Die Palette an Features ist recht groß. So gibt es datenschutzrechtliche Texte und Templates z.B. für das Impressum direkt zum zusammenklicken oder auch einen automatische Auskunft im Sinne einer Datenauskunft für deinen Nutzer mit der Möglichkeit zur Löschung seiner Daten (Recht auf Vergessenwerden). Die komplette Liste der Features ist lang, kann auf der verlinkten Seite angesehen werden.

Zum Start hin steht eine kostenlose Variante zur Verfügung. Wer einen größeren Funktionsumfang möchte kann neben dem Basis-Umfang, seinen Blog fit machen (9,90 Euro einmalig) oder den Vollen Funktionsumfang für 29 Euro pro Jahr dazu buchen. Für Nutzer mit mehreren Webseiten stehen größere Pakete bereit. Alle Versionen enthalten die vom EUGH geforderte Cookie-Opt-IN Funktion für Google Analytics, FB Pixel & mehr. Ich arbeite gerade an einer Umsetzung und dem Wechsel auf WP DSGVO Tools. In einem Testblog habe ich es bereits im Einsatz.

  • Kostenlos: 0 Euro
  • Blog Edition: 9,90 Euro einmalig + MwST
  • Premium: 29 Euro jährlich + MwST
  • Premium Plus: 99 Euro jährlich + MwST
  • Premium Dev. 449 Euro jährlich + MwST

Download und mehr Informationen: Hier geht es zum WP DSGVO Tool


 

Borlabs Cookie

Auf immer mehr Webseiten sieht man die Banner von Borlabs bzw Benjamin Bornschein aus Hamburg. Mit Borlabs Cookie hat er ein Tool entwickelt, welches eine Vielzahl an wertvollen Funktionen mit sich bringt. Neben der sehr hübsch (und rechtlich sauber) umgesetzten Cookie Box kann diese nicht nur mit verschiedenen Farben versehen, sondern auch noch individuell umsetzen. Egal ob als Banner unten oder als Box in der Mitte, der „Ich akzeptiere“ mit der vollen Freigabe für Tracking-Tool, Analyse-Tool und mehr steht stets im Mittelpunkt. Cookie Einstellungen können vom Nutzer auf nur „Essentiell“ oder individuell gesetzt werden. Das ist der wohl beste Punkt an dem Tool, doch es bietet noch mehr.

Außerdem bringt Borlabs Cookie gleich noch einen wertvollen Content Blocker mit sich, womit man Youtube, Google Maps oder Social Media Posts rechtssicher einbinden kann. Das Tool erkennt auch Iframes und müssen durch den Nutzer freigeschalten werden Borlabs Cookie arbeitet noch nicht mit Google Analytics by MonsterInsights oder dem WP Google Map Plugin zusammen, die Umsetzung soll aber bereits in Planung sein.

Das wohl beste Cookie Tool für WordPress auf dem Markt lässt sich das ordentlich bezahlen. In der kleinsten Lizenz werden 39 Euro für eine Webseite fällig. Wer 2 Webseiten besitzt für den lohnt sich das Business-Paket für 59 Euro. Dafür bietet der Betreiber einen exzellenten Service via Social Media – das ist wirklich Spitze! Meine persönliche Empfehlung, wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest.

  • Personal: 39 Euro – 1 Webseite, 1 Jahr kostenlose Updates und 1 Jahr kostenloser Support
  • Business: 59 Euro – 2 Webseiten, 1 Jahr kostenlose Updates und 1 Jahr kostenloser Support
  • Professional: 149 Euro – 25 Webseiten, 1 Jahr kostenlose Updates und 1 Jahr kostenloser Support
  • Agency: 299 Euro – 99 Webseiten, 1 Jahr kostenlose Updates und 1 Jahr kostenloser Support

Download und mehr Informationen: Hier geht es zu Borlabs Cookie Plugin


Welches Cookie-Consent-Tool hast du bei dir im Blog im Einsatz? Was hast du bereits für Erfahrungen mit den Cookie-Tools gemacht? Lass und an deiner Erfahrung teilhaben und schreibe sie in die Kommentare. Ich freue mich über deine Rückmeldung. 

Bildquelle des Titelbildes: Pixabay 3114977

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