Synology DS218+ NAS-Server – Testbericht und Nutzung im Alltag

Im Rahmen meiner neuen NAS-Reihe möchte ich dir heute die neue DiskStation DS218+ vorstellen, welche als das Top-Modell des taiwanischen Marktführers gilt. Warum es sich lohnt auf eine NAS von Synology statt einer einfachen externen Festplatte zu setzen, erkläre ich dir ausführlich in diesem Artikel.

Synology ist im deutschsprachigen Raum der Inbegriff für NAS-Produkte. Wenn man im Netz nach Anleitungen oder Einsatzmöglichkeiten für NAS-Einsteiger sucht, landet man im Regelfall bei Synology.

Die neue Synology DS218+ ist eine Allround-NAS und gehört zur Plus-Serie des Herstellers. Anders als die J-Serie* – die sich an NAS-Einsteiger richtet – besitzt die Plus-Serie* eine deutlich höhere Performance für leistungshungrige Nutzer oder kleinere bis mittelgroße Unternehmen.

Bevor wir uns die Software der neuen DS218+ genauer ansehen, zuerst noch ein paar technische Daten.


Technische Daten der Synology DS218+

  • CPU: Celeron-J3355-Dual-Core-Prozessor @ 2.0 Ghz (Maximal 2,5 Ghz im Power-Modus)
  • RAM: 2 GB / Maximal 6 GB (2 GB + 4 GB erweiterbar)
  • Festplatteneinschübe: 2 da es sich hier um ein 2-Bay-Modell handelt
  • maximale Kapazität: 28 TB (14 TB drive x 2)
  • unterstützte Dateisysteme:
    • Interne Laufwerke: Btrfs,EXT4,
    • Externe Laufwerke: Btrfs, EXT4, EXT3, FAT, NTFS, HFS+, exFAT (muss nachgekauft werden)
  • Unterstützte RAID-Typen: Synology Hybrid, RAID Basic, JBOD, RAID 0, RAID 1
  • Stromverbrauch: (Normal / Last) 17.23 W (Zugriff) 5.4 W (HDD-Ruhezustand)
  • Anschlüsse:
    – 1x RJ-45 Gigabit LAN-Port
    – 3x USB 3.0-Port (einer auf der Vorderseite)
    – 1x eSATA-Port
    – Copy-Taste
  • Geräuschpegel: 19,3 dB(A)
  • Größe & Gewicht: 165 mm x 108 mm x 232.2 mm @ 1,30 KG


Haupteinsatzzweck der Synology DiskStation DS218+

Der Haupteinsatzzweck der Synology DS218+ liegt ganz klar bei den privaten Anwendern und kleineren Unternehmen, die Ihre Daten nicht in der Cloud bei einem amerikanischen Anbieter, sondern direkt daheim im lokalen Netzwerk – auch verschlüsselt – speichern möchten. Speziell für den Verschlüsselungs-Fall hat der Hersteller ein Hardware-Verschlüsselungsmodul nach AES-NI-Standard mit 256 bit und eine 4K-Transkodier-Einheit eingebaut, sodass das Verschlüsseln der eigenen Dokumente oder das Abspielen von 4K-Videoinhalten schnell von der Hand geht. Dies gelingt auch Einsteigern ohne Vorkenntnisse.

Der elegante schwarze Kasten beinhaltet Platz für 2 Festplatten, die du bei Bedarf ganz einfach wechseln kannst. Für die Installation bedarf es nur wenig Netzwerk- oder PC-Kenntnisse. Die DS218+ wird per LAN-Anschluss direkt in dein privates Netzwerk angeschlossen und steht damit für alle als Netzwerkfestplatte zum Speichern und Abrufen von Daten zur Verfügung.

Die Konfiguration ist dabei kinderleicht, die Einrichtung des Synology Diskmanagers möchte ich in diesem Artikel (kommt in Kürze) nochmals extra erläutern.

Beim späteren Alltagsbetrieb spielt es keine Rolle, ob hier ein Smartphone, Mac oder Windows-Rechner zum Einsatz kommt. Du kommst jederzeit an deine Daten und kannst diese auf einem Gerät deiner Wahl anzeigen lassen. Dank QuickConnect, welches du direkt bei der Installation einrichten kannst, kommst du sogar von überall auf der Welt an deine Daten – Internetverbindung vorausgesetzt.

Für mich dient die Synology DiskStation als digitales Datengrab, als lokales Backup-Tool für meine zwei Macs, meinem iPhone, sowie als wichtiges Standbein bei der Umsetzung meiner Produktivität.

Gerade bei der Speicherung von privaten oder persönlichen Daten hat Synology den „Dreh“ raus. Durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des DiskStation Manager (DSM) ist es extrem einfach geworden, die digitalen Ressourcen nicht nur von zu Hause, sondern auch von unterwegs oder im Büro zu verwalten.

Es wäre zudem möglich, ein papierloses Büro mit der mitgelieferten Software umzusetzen. Weiteres zu diesem Thema erfährst du in Kürze, wenn ich die installierbare NoteStation von Synology gegen den Platzhirsch Evernote antreten lasse. Schwerpunktthemen sind hierbei das Verwalten von Dokumenten, das Erstellen von Notizen und die Nutzung als papierloses Büro.

Damit du auch in Zukunft immer mehr Funktionen für dein NAS bekommst, steht der Diskstation Manager in der aktuellen Version DSM 6.2.1 bereit. Diese beinhaltet neben den herstellereigenen Anwendungen, auch die Möglichkeit zur Installation von Drittanbieter-Anwendungen wie z.B Plex.


Gehäuse, Verarbeitung und Anschlussmöglichkeiten

Die DS218+ ist mit zwei Einschüben ausgestattet, welche Festplatten mit einer maximalen Größe von bis zu 12 TB aufnehmen können und im Schnitt mit zwischen 109 MB/s und 117 MB/s gelesen und geschrieben werden können. Das ist für derzeitige Verhältnisse extrem schnell. Doch wenn es um die Übertragung von eher kleineren Dokumenten und Bilder geht, sinkt die Lese- und Schreibgeschwindigkeit auf etwa 40 MB/s, was immer noch ein sehr guter Wert ist. Das erste Aufspielen deiner gesamten Daten bzw deines gesamten Archiv könnte je nach Größe etwas dauern.

Wenn du später einmal deine Festplatten gegen eine größere eintauschen möchtest, geht das recht einfach. So kannst du neben größeren 3,5 Zoll, auch die kleineren 2,5 Zoll Festplatten einbauen, dafür musst du mit wenigen Handgriffen das Gehäuse auf der Vorderseite öffnen, die Festplattenhalterung nach vorne wegschieben und aus dem Rahmen herausnehmen. Dieses Modell unterstützt außerdem auch den Einsatz von SSDs. Den Speicherplatz kannst du auch deiner Familie zur Verfügung stellen.

Jedem einzelnen Benutzer kannst du separate Einstellungen zuweisen, sodass du die Kontrolle darüber behälst, welcher Nutzer wie viel Speicher zur Verfügung hat. Doch dazu im entsprechenden Artikel mehr. Wenn du nun bei dem Thema NAS einsteigen möchtest, kaufe dir lieber eine größere Festplatte – du wirst es dir später danken.

Am Gehäuse befinden sich auf der Rückseite noch zwei USB 3.0 Anschlüsse, einen eSATA-Port für das direkte Anschließen einer Festplatte sowie ein Kensingtonschloss. Die Vorderseite ist optisch sehr einfach gehalten. Der Modellname links unten, 4 Status LEDs rechts oben und der Power-Schalter sind zu sehen. Zusätzlich befindet sich auf der Vorderseite noch ein dritter USB 3.0 Anschluss + eine Copy-Taste. Kurz den Stick einstecken, die Copy-Taste drücken und die Daten werden auf die NAS gespiegelt.

Der Blick auf den Stromverbrauch und auf die Lautstärke ist besonders wichtig, da die NAS fast dauerhaft im Betrieb ist. Hier glänzt die Synology DiskStation DS218+. Gerade einmal 20,9 Watt „gönnt“ sich die DS218+ im Dauerbetrieb. Im Leerlauf sind es nur noch 17,8 Watt, im Ruhemodus sogar nur noch 6,3 Watt. Sie bewegt sich damit im guten Mittelfeld der NAS-Festplatten diverser Hersteller. Die Lautstärke des 2-Bay-Systems ist im Alltag kaum hörbar.


Inbetriebnahme und Einrichtung

Die DiskStation wird per Netzkabel und LAN Kabel angeschlossen, soweit so einfach. Und genau so geht es auch bei der Einrichtung weiter.

Im Browser steht unter find.synoloy.com ein Einrichtungsassistent bereit, der dich Stück für Stück durch die wichtigsten Einstellungen bringt. Ebenso bringt er gleich die Software auf den aktuellsten Stand. Nach weniger als 10 Minuten ist die DiskStation Einsatzbereit. Der Einrichtungsassistent sorgt dafür, dass die meisten Funktionen und Einstellungen bereits zum ersten Start hin vorbereitet werden.

Danach können noch ein paar Benutzer-Einstellungen sowie ein paar zukünftige Update-Einstellungen vorgenommen werden. Schon steht die Synology DiskStation zur weiteren Verwendung bereit.

Wenn du eine NAS mit mehr als einer Festplatte eingebaut hast, werden die eingebauten Festplatten schon gleich ins richtige Format „Synology Hybrid RAID“ oder kurz SHR formatiert und als Speicherpool zusammengefasst. So bekommen auch erfahrene Anwender ein paar Schritte abgenommen. Alles in allem ist es eine Sache von 15 Minuten.

Wie die Software der Synology Diskstation aussieht, werde ich dir in Kürze in meinem Artikel „Synology DSM erklärt“ genauer aufzeigen.


Fazit zur Synology DS218+

Die Synology DS218+ richtet sich an Einsteiger und kleinere Firmen, die ihre Daten lokal speichern und verwalten möchten. Die Software ist recht einfach und lässt sich mit einem erweiterten Modus noch tiefer einstellen. Wer neu in die Materie einsteigen möchte, bekommt hier ein optimalen Allrounder mit hoher Performance, den man auch für technisch nicht so versierte Nutzer empfehlen kann.



Das getestete Produkt wurde mir vom Hersteller für einen definierten Testzeitraum kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde zu keinem Zeitpunkt beeinflusst. Der Test ist somit objektiv und unabhängig.

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5 Gedanken zu „Synology DS218+ NAS-Server – Testbericht und Nutzung im Alltag

  1. Oliver Antworten

    Hallo Dennis!

    Vielen Dank für diesen Testbericht! Ich versuche damit duchsuchbare (gescannte) pdfs über die mobilen Apps zu finden, was mir aber nicht gelingt. Hast du dafür einen Tipp?

    Viele Grüße

    Oliver

    • Dennis Autor des BeitragsAntworten

      Hast du den PDF Viewer installiert? Oder schon mal über „Drive“ probiert? Damit kannst du PDF supereinfach wieder finden.. Liebe Grüße

      • Oliver Antworten

        Ja, habe beides installiert. Die pdfs an sich finde ich ja, aber über die Suche findet sich nur der Dateiname des pdfs, aber nicht der Inhalt des pdfs. Gibt es dafür eine Lösung?

        • Patrick Antworten

          Hast du den Indizierungsdienst eingeschaltet?? Und um den Inhalt du suchen muss die PDF schon lesbar sein also muss vorab ein OCR drüber laufen lassen. Viele Grüße, Patrick

  2. Oliver Antworten

    Ja, das habe ich auch alles gemacht. Die Scannersoftware führt OCR durch und im Windows Explorer werden die Dateien ja dann auch gefunden, nur eben über den mobilen Zugriff (Drive App) kommen keine Ergebnisse. Viele Grüße, Oliver

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