Wie ich mit dem Bloggen anfing und damit mein Beruf & Hobby zerstörte

Ich möchte dir nun sagen, warum ich mit dem Bloggen meine Zukunft – zumindest ein bisschen – zerstörte!

Zu Beginn möchte ein bisschen was zu meiner Person sagen: Mein Name ist Dennis Vitt, ich bin 26 Jahre alt (in wenigen Tagen 27) und komme aus dem wunderschönen Freiburg im Breisgau. Das ist Nähe der Französischen/Schweizer Grenze im südwesten Deutschlands.

Mit dem Bloggen hatte ich schleichend begonnen. Mit 17 hatte ich meine Lehre zum Einzelhandelkaufmann bei einer großen Elektrokette (Saturn) in der Handyabteilung begonnen. Irgendwann haben mir die Kunden den entsprechenden Impuls dafür gegeben, über Sachen und Dinge zu schreiben. Ich blogge daher schon fast 10 Jahre!

Anfangs habe ich ein paar Kundengespräche oder zumindest Zitate einiger Kunden auf einer privaten – mit Kennwort verschlüsselten Seite – veröffentlicht. Mit dem Laufe der Zeit hatte ich dort auch kleinere Anleitungen oder Hilfestellungen für Arbeitskollegen geschrieben. Damit diese nicht ganz so im Regen stehen, wenn sie gerade nicht weiter wussten und ich schon im Feierabend war. Ich hatte mich mit dem Thema Smartphone schon damals recht intensiv auseinander gesetzt und hatte viele Tricks und Kniffe – heute sagt man wohl Lifehacks dazu – auf dem Kasten.

Ich wollte einfach mein Wissen weiter geben und andern helfen

Durch die Nähe zur den Herstellern wuchs auch mein Wissen über neue Produkte und Geräte rasant und ich eignete mir immer mehr Wissen an. Ich konnte teilweise Bilder und Geräte noch vor Marktstart ergattern und vor allen anderen testen. Oftmals wurde mir Geräte in die Hand gegeben, die sich erst in Entwicklung befanden. Besonders französische und japanische Hersteller hatte ich schon Wochen vorher zuhause auf meinem Schreibtisch liegen, bevor Sie offiziell vorgestellt wurde.

Irgendwann, circa 1 Jahr später (muss etwa 2010 gewesen sein) hatte ich mehr Wissen in meinem Kopf und in meinem Blog niedergeschrieben, wie der halbe Laden mit 9 Mitarbeiter in der Handyabteilung wusste. Ich war für jeden nur noch der bloggende Mitarbeiter, bis ich eines Tages eine mündliche Abmahnung seitens der Hauptverwaltung wegen Veröffentlichung eines Produktes vor Marktstart bekam. Da wusste ich, ich hatte als Blogger meinem Job richtig, aber den Job als Mitarbeiter einer großen Elektronikkette, falsch gemacht.

Das bremste meine Laune in diesem Bereich hauptberuflich zu arbeiten

Ich wechselte im Jahre 2015 Jahre später von „blau“ zu „rot“ und stellte nach kurzer Zeit fest, dass mir das Thema Smartphones zum Hals raushängt. Immer noch kamen Freunde, Bekannte und Verwandte zu mir. Teilweise sogar nachts wurde ich angehalten, Ihre Probleme mit dem Smartphone oder den Tablets zu lösen. Ich hatte keine ruhige Minute mehr. Da wusste ich: Jetzt ist das Thema Smartphones – zumindest im beruflichen Bereich – vorbei. Aus die Maus. Den hauptberuflichen Job und das Hobby muss ich ab sofort trennen.

Kündigung nach 6 Jahren aus dem Smartphone-Sektor – freiwillig

Nach gut 6 Jahren hatte ich einfach keine Lust mehr, der bloggende Verkäufer zu sein, der für einen Fixlohn (der gerade noch so okay war) und noch viel viel mehr auf dem Kasten hatte, als mancheiner wusste. Jeder wusste, was er an mir hat, aber ich wollte einfach nur noch weg. Ich kündige meine Festeinstellung, raus aus dem Einzelhandel und rein in dein Vertrieb bei einer großen deutschen Krankenversicherung – Debeka. Dazu kam ein Wohnungswechsel, sowie eine Freundin die immer mehr Zeit beanspruchte. Was ja auch schön ist. Nun steht bald der Zusammenzug an.

Nun merkte ich schnell, das Thema Smartphones kann mir wieder Spaß machen, aber so richtig möchte der Funke nicht mehr überspringen. Nach einem halben Jahr wurde der Stress um die neue Arbeit immer größer und meine Zeit für das Bloggen sank immer mehr. Während ich vor Jahr noch 3-4 Stunden Zeit für das Bloggen am Tag hatte, fällt dieses Fenster heute gerade einmal auf weniger als eine Stunde. Vielleicht, weil auch die Geräte nicht mehr so „kriegsentscheidend“ sind, sondern viel mehr, was man damit anstellt. Aktuell werden die Geräte immer ähnlicher und von der Leistung her, gibt es nicht mehr sooo viel Unterschiede.

Smartphones werden langweilig!

Jetzt mal Hand aufs Herz, wie groß ist noch der Unterschied für den Otto Normalverbraucher zwischen einem 200 Euro und einem 500 Euro Gerät? Klar, hier und da gibt es Unterschiede wie bei der Kamera, oder das oder jenes. Aber kannst du mir wirkliche Unterschiede sagen? Musste selber schmunzeln, nicht wahr?

Im Jahre 2017 bekommt jeder richtig tolle Geräte für wenig Geld, wer möchte kann auch mega viel Power für mega viel Geld bekommen. Doch macht das im normalen Alltag einen Unterschied? Ich sage: Eher weniger. Wer viel fotografiert, kauft sich eine DSLR. Wer unter Wasser oder Action filmen will, eine GoPro. Du verstehst hoffentlich, wie ich das meine.

Ein neues Thema musste her: Online-Marketing und Selbstmanagement

Durch den neuen Beruf wurde ich mit Themen konfrontiert, mit denen musste ich mich noch nie auseinander setzen. Ich muss mich hier teilweise selbst (bis zu einem gewissen Punkt) ums Marketing kümmern. Besonders beim Thema Organisation hatte ich große Defizite, was mir nie aufgefallen war. Es wurde sich ja beruflich um mich gekümmert und privat, kam es halt wie es kam. Gerade beim letzten Punkt musste ich viel lernen und habe mir sehr viele Sachen angeschaut.

Seit knapp einem Jahr setze ich mich mit diesen Themen weitaus mehr auseinander, als mit dem Thema Smartphones. Diese Themen sind auch zeitloser und man kann sich mal für einem Artikel 2-3 Tage mehr Zeit lassen und nicht immer alles direkt raushauen. Wenn ich überlege, meine meist aufgerufenen Artikel sind Hilfestellungen, die ich mal im Jahre 2014 und 2015 geschrieben habe und eher weniger mit dem Thema Smartphone zu tun haben. Sondern viel mehr mit Tools und Tricks, wie man manches besser machen kann. Wenn ich mir meine Besucherzahlen aktuell so ansehen, wird es mir grad schlecht.

Die Wahl steht nun fest! Ein Abschied auf Raten, aber nicht ganz!

Damit war das Thema für diesen neuen Blog geboren.

Ich hoffe du wirst es mir nicht nachsehen, wenn ich sage: v-i-t-t-i.de wird nur noch unregelmäßig mit Inhalten gepflegt.

Mein Augenmerk liegt nun auf DennisVitt.de mit den Themen Online-Marketing und Selbstmanagement für den täglichen Gebrauch.

Ich werde für v-i-t-t-i.de noch meinem ausstehende Testberichte schreiben und in Kürze noch für einen Hersteller nach Berlin fahren, der dort eines seiner neuen Smartphones vorstellen wird. Doch dann werde ich meine Aktivität im Techbereich runterfahren.

Der Techbereich wird immer noch meine Zuhause sein, immer mal wieder Sachen für verschiedene Firmen und Hersteller testen, jedoch werden die Artikel drastisch zurückgefahren. Der Fokus liegt auf wichtigeren Dinge.

Hier werde ich nun in den nächsten Wochen viel zu meiner Person sagen, wie ich meinem Alltag organisiere und viele neue Sachen machen, die mir richtig Spaß machen. Sei gespannt, ich werde dich nicht (mehr) enttäuschen!

Liebe Grüße und bleib so wie du bist!

Dennis „Vitti“ Vitt.

5 Gedanken zu „Wie ich mit dem Bloggen anfing und damit mein Beruf & Hobby zerstörte

  1. Henning Uhle Antworten

    Dennis, das ist eine großartige Idee. Erinnere dich, wir hatten uns darüber schon mal ausgetauscht. Tech ist durch. Breite Artikelbereiche sind angesagt. Sonst wird das leider so wie bei manchen anderen Bloggern, die uns beiden bekannt sind.
    Mach diesen Blog richtig. Dann wird das was. Und veröffentliche über die bisherigen Kanäle. Und das manuell. Das ist authentisch. Wie gesagt, die Entscheidung ist großartig, jetzt muss diese auch nachhaltig betrieben werden.

  2. Christopher Antworten

    Ich kann deinen Schritt sehr gut nachvollziehen. Bei den Smartphones gibt es nur noch ab und zu mal eine interessante Entwicklung. Die Letzte, die ich interessanter fand war die „Edge“ von Samsung und das war mehr designtechnisch eine Neuerung als so viel nützlicher.

    Selbstmanagement ist ein zeitloser Bereich, da gebe ich Dir gerne Recht. Was mich nur stört sind die vielen „Coaches“ die da alle mitmischen, drüber bloggen und ich immer nicht abschätzen kann, wie „wissenschaftlich“ die arbeiten. Das ist meistens ein Erfahrungswert und viel Plausibilitätsargumentation. Unterm Strich will ich damit sagen: Ich glaube in dem Bereich gibt es viele, die halt drüber schreiben, aber schlecht arbeiten. Wie in jeder Branche. 🙂

    Ich bin mal gespannt und lese hier auch gerne mit. Ganz vom Thema Tech konntest Du dich ja nicht trennen. 😉

  3. Kilian Antworten

    Nach langer Zeit mal wieder bei dir hier vorbeigeschaut und die neue Themenausrichtung gefällt mir. Gibt nicht viel bekanntes in der Richtung, also lese ich hier gerne mit 🙂

  4. Kev Antworten

    Eingefahrener blauer schuppen in der Freiburger Innenstadt halt 😉 Hau rein, wünsch dir nur das beste

    Kevin

  5. Pingback: In eigener Sache: eBook in Arbeit - Über Selbstmanagement, Ordnung und Digitalisierung - Dennis Vitt

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